ÜBER MICH

Sebastian Sürgers

Geboren in Kevelaer am Niederrhein, faszinierte mich schon früh die "von Hand" (und Mund) gemachte Musik. Sicherlich hatte daran eine Kassette meines Vaters Anteil, die immer lief, wenn wir damals mit dem Auto unterwegs waren. "Zünftige Blasmusik für unterwegs"... auf dem Cover zu sehen war ein "etwas" übergewichtiger Tubaspieler. Zu hören waren - mir damals noch unbekannte - Bayerische Blaskapellen, die mit "Rosamunde" und "Anneliese" das Blaupunkt Wiesbaden zum Schwitzen brachten. So entstand sehr früh eine Beziehung zur Blasmusik, die aber erst viele Jahre, nachdem ich bereits musikalisch aktiv war, einen Schwerpunkt bilden sollte. Was die eben genannten "Bayerischen Blaskapellen" betrifft ... heute, zwanzig Jahre weiter weiß ich: man sieht sich immer zweimal im Leben!

Einige Zeit später faszinierte mich zunächst der örtliche Spielmannszug, in dem ich 1993 meine ersten musikalischen Gehversuche unternahm. Dies tat ich, bis mich auch andere (musikalische) Richtungen zu interessieren begannen. Da ich bereits Querflöte und Piccolo spielte, feilte ich nunmehr an meinen Fähigkeiten an diesen Instrumenten, bekam von Frau Barbara Mühlenhoff M.A., Kalkar, und Herrn Klaus Dapper, Duisburg, überaus qualifizierten Unterricht und unternahm vorbereitende Studien für Aufnahmeprüfungen an Musikhochschulen und Konservatorien. Klavier als zweites Pflichtfach war somit unumgänglich geworden, und ich überfiel meine Eltern mit der "Verordnung", im Haus Platz für ein Klavier zu schaffen, es würde in drei Tagen geliefert.... selbst viele Jahre nach dem ersten Klavierunterricht muss ich feststellen, dass es immer noch eine gewisse Faszination auf mich ausübt… allerdings nicht, wenn ich selbst spiele.

Mit der Zeit und vielen, vielen "gefressenen" Noten entstand der Wunsch, ein weiteres Instrument zu lernen. Nur welches? Und vor allem: welches (Blas-)Instrument ruiniert mir nicht den Ansatz? Diese Frage stellte ich mir damals allein aus dem Grund, da es doch immer wieder hieß, man schade mit Instrument B dem Ansatz von Instrument A… aus heutiger Sicht kann ich aus nun eigener Erfahrung sagen, dass bei einigem Einsatz, Zeit und Interesse kein Ansatz dem anderen etwas wegnimmt. Eher hat sich das Gegenteil eingestellt.

Ein Kontrastprogramm wurde es dann mit meiner Entscheidung, Tuba lernen zu wollen: vom höchsten Holzblasinstrument zum tiefsten Blechblasinstrument. Unterricht erhielt ich etwa ein dreiviertel Jahr bei Hans-Gerd Stienen, Herongen, einem routinierten Orchesterleiter. Weiter ging es dann mit Ruthard Göpfert, dem Tubisten der Nürnberger Symphoniker, Bernhard Petz (Theater Mönchengladbach) und Uli Haas, Folkwang Hochschule Essen.

Ein kurzer Ausflug zum Fagott, dessen für mich völlig neue Spiel- und Griffweise ich von einem niederländischen Militärmusiker, Kees de Witt, Moog (NL), erlernte, ist aus heutiger Sicht vernachlässigbar. Erwähnenswert ist aber der phantastische Unterricht, den ich dann etwa ein Jahr lang von Wolfgang Peßler, dem Solofagottisten der Oper Nürnberg erhielt. Das Fagott ist ein tolles Instrument, erfordert aber viel Einsatz, noch mehr Interesse und Geduld, allein was die Rohre betrifft. Mit letzterem habe ich mich manches Mal schwer getan.

Heute findet man mich überwiegend als Tubist auf der F/Bb Tuba und am Euphonium.

Soweit, für's Erste.

Sebastian Sürgers